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Die römische Republik der Antike hatte gewisse demokratische Elemente, war aber eher eine aristokratische Staatsform.


Die römische Republik war eigentlich eine Oligarchie. Politische Entscheidungen wurden nur in der politischen Klasse verhandelt, also unter den "nobiles", die sich aus den alten, patrizischen Familien und anderen Eliten zusammensetzte. Das einzige demokratische Element waren die jährlichen Magistratswahlen. Doch auch diese kann man nicht als demokratisch bezeichnen. Erstens stellten sich nur Kandidaten zur Wahl, die schon aus der Oberschicht stammten, und zweitens hatte diese Oberschicht durch das Abstimmungssystem eine Mehrheit (sie stellten mehr als die Hälfte der 193 Abstimmungskörper = "centurien"). Es gab zwar auch Volksversammlungen in denen Gesetze verhandelt wurden ("Tributskomitien"). Doch diese wurden von Magistraten geleitet und nur diese konnten Gesetzvorschläge einbringen. Die Versammlung konnte dazu weder Stellung nehmen noch Änderungsvorschläge machen, sondern nur zustimmen oder ablehnen. Das wahre politische Geschäft fand aber ohnehin im Senat statt. Und der Senat setzte sich auch wiederum nur aus der Oberschicht zusammen, da nur Familien, die schonmal Magistraten gestellt hatten, einen Senatssitz beanspruchen konnten! Das Volk konnte bestenfalls akklamatorisch seine Meinung äußern. Die wahre Politik lief aber innerhalb der "aristokratischen" Führungsschicht ab. Die römische Politik war meiner Ansicht nach keine Demokratie. Quelle(n): Quellen: Das römische Abstimmungssystem wird zB bei Livius beschrieben (1, 43, 11). Auch Polybios bietet eine Übersicht (6, 11).

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