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Was bedeutet Merkantilismus?
Merkantilismus bezeichnet eine wirtschaftpolitische Ideenrichtung, die von Fürsten und leitenden Staatsbeamten vertreten wurde und vom 16. bis Ende des 18. Jahrhunderts wirksam war.
Die Hauptlehre des Merkantilismus besagt, dass Geld im Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik steht und nur der Staat, der über Gold und Geld verfügen kann, mächtig ist.
Man forderte eine starke Abgrenzung der Staaten untereinander. Dies geht Hand in Hand mit der Vorstellung von der Begrenztheit der Reichtümer der Welt. Deren Absolutmenge wurde für konstant und Handelskriege daher für legitim gehalten.
Im Merkantilismus versuchten die Staaten auch eine aktive Bevölkerungspolitik zu betreiben. Man erkannte, dass die Nachfrage im Handel von Bevölkerungszahl und -dichte abhängig ist. Daher wurden Strategien zur Ankurbelung des Bevölkerungswachstums entwickelt.